Handwerkskammer Rheinhessen 20/21
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BETRIEB
Das Handwerk kürt seine Jahresbesten
(Foto: © ZDB/Petra Reidel)
PLW 2021: Beim Leistungs- und Gestaltungswettbewerb zeigen junge Handwerker jedes Jahr, was sie können. Wir stellen die Siegerinnen und Sieger in 18 Berufen vor.
VON BERND LORENZ
Andere Teilnehmer waren beim Bundesleistungswettbewerb der Zimmerer früher fertig als er. Entsprechend überrascht und glücklich war Sebastian Unverricht aus Hessen über den Ausgang des PLW 2021 in Erfurt. „Am Ende als Sieger auf dem Podium zu stehen, hätte ich überhaupt nicht erwartet“, freute er sich. Mit ihm Platz auf dem Podium nahmen Marian von Puttkamer aus Schleswig-Holstein und Christoph Isenmann aus Baden-Württemberg, die Silber beziehungsweise Bronze holten.
Die Aufgabe der Zimmerer umfasste bei den 70. Deutschen Meisterschaften die Erstellung eines Pultdaches mit Walm, geneigtem First und Dreiecksgaube. Das erste Modul stellte die Unterkonstruktion mit Fuß-, Mittel- und geneigter Firstpfette dar, das zweite Modul dann das Pultdach mit Walm und geneigtem First.
Kastriot Loshaj lässt Nick Klinge und Frederic Nemitz hinter sich
Bester Wärme-, Kälte- und Schallschutzisolierer 2021 ist Kastriot Loshaj aus Bayern. Bei den Deutschen Meisterschaften der Bauberufe konnte er seine Mitbewerber um den PLW-Sieg hinter sich lassen.
„Das Gefühl, ganz oben auf dem Siegertreppchen stehen zu können, war für mich unglaublich. Eine ganz tolle Ehre für die eigene Arbeit“, erklärte Kastriot Loshaj aus Bayern nach der Preisverleihung bei den 70. Deutschen Meisterschaft der Bauberufe. In Erfurt konnte Nick Klinge aus Niedersachsen die Silbermedaille erringen. Bronze gewann Frederic Nemitz aus Nordrhein-Westfalen.
Die Teilnehmer am Bundesleistungswettbewerb der Wärme-, Kälte- und Schallschutzisolierer mussten an einem speziellen Rohrgestell verschiedene Ausführungen von Dämmungen an Rohrleitungen anbringen. Sie sollten die verschiedenen Blechformteile als Zeichnungen anfertigen und auf das Blech übertragen. Diese Formteile und die geraden Rohre wurden aus verzinktem Stahlblech angefertigt und als Oberflächenschutz über die Dämmung an den Rohrleitungen montiert.
Baden-Württemberg stellt den PLW-Sieger der Stuckateure
Bei den 70. Deutschen Meisterschaften der Bauberufe in Erfurt setzte sich Marius Buchholz gegen seine Konkurrenten durch. Platz zwei beim PLW der Stuckateure gewann Jonas Horenburg. Dritter wurde Erol Kipti.
"Am Ende als Sieger auf dem Podium zu stehen, hätte ich überhaupt nicht erwartet." SEBASTIAN UNVERRICHT, ZIMMERER
Beim Bundesleistungswettbewerb der Stuckateure hatte Marius Buchholz schon während des Wettkampfes ein gutes Gefühl. „Die Goldmedaille ist dafür eine tolle Belohnung, die mich sehr freut“, erklärte der neue Deutsche Meister nach der Preisverleihung. Gold ging damit nach Baden- Württemberg. Silber beim PLW 2021 holte Jonas Horenburg aus Sachsen. Bronze ging an Erol Kipti aus Bayern.
Platz eins für Max Sondermann beim PLW der Straßenbauer
Deutschlands bester Straßenbauer stammt 2021 aus Thüringen. Max Sondermann sicherte sich beim Bundesleistungswettbewerb in Erfurt den Titel vor Lars Reischl (Rheinland-Pfalz) und Simon Burget (Baden-Württemberg).
Gold geht beim Bundesleistungswettbewerb der Straßenbauer 2021 nach Thüringen. Max Sondermann wurde erster Bundessieger. Hinter ihm konnten sich Lars Reischl aus Rheinland-Pfalz den zweiten Platz und Simon Burget aus Baden-Württemberg den dritten Platz sichern. „Mit dem Ergebnis habe ich überhaupt nicht gerechnet – zumal ich die Aufgabe als Letzter fertiggestellt habe. Die Goldmedaille bekommen zu haben, freut mich jetzt umso mehr“, erklärte der PLW-Sieger nach der Preisverleihung.
Die Straßenbauer hatten im Rahmen ihres Wettbewerbs eine Gehwegfläche zu pflastern, die ein Kleinpflaster-Modul sowie ein Kleinpflaster im Segmentbogen umfasste. Bestandteil waren außerdem ein Betonverbundpflaster sowie ein Mosaikpflaster inklusive einer Rammkante.
Rheinland-Pfalz vor Niedersachsen und Sachsen lautet die Reihenfolge beim PLW der Maurer 2021
Erster Bundessieger wurde Christoph Becker. Silber und Bronze gingen an Tim Hakemeyer beziehungsweise Anton Rode.
Sieger bei den 70. Deutschen Meisterschaft im Wettbewerb der Maurer wurde Christoph Becker aus Rheinland-Pfalz. „Die Aufgabe war anspruchsvoll und die Konkurrenz im Wettbewerb stark. Dass es am Ende für den ersten Platz gereicht hat, hat mich daher überrascht und sehr glücklich gemacht“, erklärte der 22-Jährige nach Abschluss des Bundesleistungswettbewerbs 2021 in Erfurt. Die Silbermedaille gewann Tim Hakemeyer aus Niedersachsen. Bronze holte Anton Rode aus Sachsen.
Die Aufgabe beim Bundesleistungswettbewerb der Maurer bestand aus drei Modulen: Modul 1 beinhaltete Klinkermauerziegel (NF-Format) in verschiedenen Wandstärken als Sichtmauerwerk. Das Modul 2, eine 24er Wandscheibe, umfasste übereinanderliegende, um 45° gedrehten Stromschichten aus Klinkermauerziegeln. Innerhalb des dritten Moduls mussten im Läuferverband als Sichtmauerwerk Klinkermauerziegel verarbeitet werden.
"Die Aufgabe war anspruchsvoll und die Konkurrenz im Wettbewerb stark. Dass es am Ende für den ersten Platz gereicht hat, hat mich daher überrascht und sehr glücklich gemacht." CHRISTOPH BECKER, MAURER
Anne-Kathrin Heidrich siegt beim PLW der Fliesenleger
Deutsche Meisterin der Fliesenleger 2021 ist Anne-Kathrin Heidrich aus Brandenburg. Sie gewann den Bundesleistungswettbewerb vor Marcus Schubert aus Sachsen-Anhalt und Malte Laurich aus NRW.
Bei den 70. Deutschen Meisterschaft in den Bauberufen hat Anne-Kathrin Heidrich aus Brandenburg beim Wettkampf der Fliesen-, Platten- und Mosaikleger die Goldmedaille geholt. „Mit dem Ergebnis hätte ich überhaupt nicht gerechnet. Meine Freude ist jetzt natürlich riesig“, erklärte die erste Bundessiegerin nach der Preisverleihung in Erfurt. Marcus Schubert aus Sachsen-Anhalt erreichte das zweitbeste Resultat beim Bundesleistungswettbewerb 2021. Dritter wurde Malte Laurich aus Nordrhein- Westfalen. Aufgabe beim Bundesleistungswettbewerb der Fliesen-, Platten- und Mosaikleger war es, Wandfliesen mit farbigen Einlagen sowie Diagonal- und Rundschnitten im Dünnbettverfahren an Wandflächen zu verlegen. Zusätzlich sollten Bodenfliesen im Dünnbettverfahren auf eine selbst zu erstellende Unterkonstruktion aus Hartschaumträgerplatten verlegt werden.
Marcel Heckmann ist Deutschlands bester Estrichleger 2021
Bei den 70. Deutschen Meisterschaften in den Bauberufen hat Marcel Heckmann aus Hessen die Goldmedaille gewonnen. Silber ging beim PLW 2021 an Kevin Berger aus Bayern. Bronze holte Tim Stelzer aus Baden-Württemberg.
Bei der Bekanntgabe der Ergebnisse war Marcel Heckmann ziemlich überrascht. „Wir waren im Wettbewerb auf einem Leistungslevel, umso mehr habe ich mich über die Auszeichnung gefreut“, erklärte der erste Bundessieger beim Leistungswettbewerb der Estrichleger. Das zweitbeste Ergebnis beim PLW 2021 erzielte Kevin Berger aus Bayern. Den Bronze-Platz sicherte sich Tim Stelzer aus Baden-Württemberg.
Beim Wettkampf mussten die Teilnehmer eine dreiteilige Aufgabe bearbeiten. Das erste Modul umfasste das Herstellen einer Trennlage, im zweiten Modul musste ein Estrich auf Trennlage hergestellt werden und schließlich ein Untergrund erst grundiert, dann ausgeglichen und abschließend nivelliert werden.
Ole Juchem wird deutscher Meister der Beton- und Stahlbetonbauer
Beim Bundesleistungswettbewerb der Bauberufe hat Ole Juchem aus Niedersachsen den ersten Platz belegt. Zweiter Bundessieger wurde Matthias Löslein aus Bayern. Den dritten Platz holte Mark Sistermanns aus NRW.
„Das Gefühl, die Goldmedaille erhalten zu haben, ist unbeschreiblich. Ich hätte das Ergebnis nicht erwartet“, erklärte Beton- und Stahlbetonbauer Ole Juchem nach der Preisverleihung bei den 70. Deutschen Meisterschaften in den Bauberufen. Auf den zweiten Platz beim PLW 2021 kam Matthias Löslein aus Bayern. Den dritten Platz beim Bundesleistungswettbewerb belegte Mark Sistermanns aus Nordrhein-Westfalen.
„Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer an dem Wettbewerb zeigen, dass mit einer Ausbildung am Bau der Grundstein für eine erfolgreiche Karriere in der Branche gelegt ist“, erklärte Reinhard Quast anlässlich der Deutschen Meisterschaft. Ohne die hohe Qualität in der beruflichen Bildung am Bau wäre dies nicht möglich. Der Präsident des Zentralverbands Deutsches Baugewerbe machte zudem auf das Ausbildungsengagement der mittelständischen Unternehmen der Baubranche aufmerksam: 80 Prozent der Lehrlinge werden in einem kleinen oder mittelgroßen Betrieb ausgebildet.
Sina Blickwede holt den Bundessieg beim Leistungswettbewerb
Beim PLW der Schilder- und Lichtreklamehersteller ist Sina Blickwede aus Hessen erste Bundessiegerin geworden. Zweite und Dritte wurden Denise Gellert aus NRW beziehungsweise Pia Schmidbaur aus Bayern.
Sieben Landessieger und Landessiegerinnen haben mit ihren Gesellenstücken am Bundesleistungswettbewerb des Schilder- und Lichtreklameherstellerhandwerks teilgenommen. Die Aufgabe stand unter dem Motto „Neon Sign Factory“. Dabei galt es, eine Außenwerbung für ein Unternehmen der eigenen Branche zu gestalten.
Die Arbeiten wurden von einer dreiköpfigen Jury des Zentralverbands Schilder und Lichtreklame (ZVSL) – bestehend aus Martina Gralki-Brosch (Vorstandsvorsitzende des ZVSL), Markus Michaelis (Mitglied des Bildungsausschusses des ZVSL) und Klaus Bellen (Obermeister der Schilder- und Lichtreklamehersteller-Innung für die Regierungsbezirke Arnsberg und Münster) – fachlich begutachtet.
Als Kriterien für die Bewertung der eingesandten Gesellenstücke wurden die Werbewirksamkeit der Arbeit, der Schwierigkeitsgrad der Umsetzung, die Sorgfalt der Bearbeitung, die Materialauswahl und die Form- und Farbgebung zugrunde gelegt.
Die beste Arbeit lieferte Sina Blickwede aus Hessen ab. Sie ist damit erste Bundessiegerin beim PLW der Schilder- und Lichtreklamehersteller. Den zweiten Platz belegte Denise Gellert aus Nordrhein-Westfalen. Rang drei beim Bundesleistungswettbewerb 2021 sicherte sich Pia Schmidbaur aus Bayern.
Bundessieger im Kfz-Gewerbe kommen aus Hessen und Bayern
Kfz-Mechatroniker Jonas Müller aus Hessen und Autokaufmann Marco Berklmeir aus Bayern haben den Bundesleistungswettbewerb 2021 im Kfz-Gewerbe für sich entschieden. Birgit Behrens vom ZDK lobte die Stärke der Kandidaten.
Bester Kfz-Mechatroniker 2021 ist Jonas Müller. Beim Bundesleistungswettbewerb an der Landesfachschule des Kfz-Gewerbes Hessen in Frankfurt setzte sich der 22-Jährige aus Hessen gegen zwölf Landessieger und Landessiegerinnen durch. Zweiter Bundessieger wurde Sebastian Langer aus Brandenburg. Den dritten Platz beim PLW erreichte Nathan-Gabriel Kindilide aus Hamburg. Die 13 Kfz-Mechatroniker-Gesellen und Kfz-Mechatroniker-Gesellinnen mussten an zehn Stationen ihr Können unter Beweis stellen. Die praktischen Aufgaben aus dem Werkstattalltag kamen aus den Bereichen Motormanagement, Motormechanik, Hochvolt, Bordnetz oder Fahrerassistenzsysteme.
Bester Automobilkaufmann 2021 ist Marco Berklmeir. Beim Bundesleistungswettbewerb verwies der 24-Jährige aus Bayern Marius Broß aus Baden-Württemberg und Edon Memaj aus Nordrhein-Westfalen auf die Plätze zwei und drei. Die Automobilkaufleute führen im Wettbewerb vier Fachgespräche zu den Themen Unfall, Finanzierung, Vertrieb und Marketing.
„Ich finde es immer wieder toll, wie stark die Kandidaten in ihren Berufen sind“, hob Birgit Behrens hervor. Für die Geschäftsführerin der Abteilung Berufsbildung beim Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) zählen neben Ehrgeiz und Vorbereitung beim Leistungswettbewerb vor allem die gute Atmosphäre und die gegenseitige Unterstützung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus allen Ecken Deutschlands.
"Gerade aus Sicht des VDZI ist es sehr erfreulich, wenn unser Berufsnachwuchs mit der Teilnahme an einem solchen Wettbewerb seine Leistungsfähigkeit unter Beweis stellt und damit zugleich die Bedeutung des Zahntechniker-Handwerks für die qualitativ hochwertige Versorgung unserer Bevölkerung mit Zahnersatz dokumentiert." DOMINIK KRUCHEN, VDZI-PRÄSIDENT
Julien Wirkner ist der beste Jungmaler 2021
Den PLW der Maler und Lackierer hat Julien Wirkner aus Hessen gewonnen. Er und Vizemeisterin Kim Illing aus Bayern wurden in die Nationalmannschaft aufgenommen. Dritter wurde Daniel Aichbauer aus Schleswig-Holstein.
Beim Bundesleistungswettbewerb der Maler und Lackierer in Chemnitz traten zwölf Landessieger gegeneinander an. Die Aufgabe, der sich die Teilnehmer an den zwei Wettkampftagen zu stellen hatten, stand unter dem Motto „St. Petersburg 2023“. Die russische Metropole wird nach Graz der nächste Ausrichter der EuroSkills sein. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mussten in ihren Kojen eine Fläche mit einem vorgegebenen Stadtdesign gestalten. Darüber hinaus musste eine Fläche passend zum Thema St. Petersburg 2023 tapeziert sowie eine Fläche für den Speed-Wettbewerb am darauffolgenden Tag vorbereitet und für das freie Design gestaltet werden.
Den Speed-Wettbewerb konnte Kim Illing aus Bayern mit einer Siegerzeit von knapp 45 Minuten für sich entscheiden. Insgesamt musste sie jedoch Julien Wirkner aus Hessen den Vortritt auf das höchste Treppchen des Podiums lassen. Er schaffte den Speed-Wettbewerb ebenfalls unter 50 Minuten.
Beide Junghandwerker konnten mit ihrer Leistung einen Platz im Nationalteam der Maler und Lackierer ergattern. Daniel Aichbauer aus Schleswig-Holstein belegte am Ende den dritten Platz.
Der Nationaltrainer der Maler und Lackierer war über das Gesamtergebnis des Bundesleistungswettbewerbs hocherfreut. „Wir sind vom Leistungsniveau wieder einmal spürbar gewachsen. So eine komplexe Aufgabe wie das Aufbringen der St. Petersburger Isaakskathedrale als Wettbewerbsdesign hatten wir noch nie“, erklärte Matthias List, der den PLW zusammen mit Gregor Botzet leitete, in einer Pressemitteilung des Bundesverbandes Farbe Gestaltung Bautenschutz.
Man gleiche sich Jahr für Jahr an das Niveau der EuroSkills an. Alle Teilnehmer seien gut vorbereitet gewesen. „Leider sind nicht alle fertig geworden – aber es war auch eine schwierige Aufgabe.“
Schreiner Lutz König holt den PLW-Titel nach Bayern
Beim Leistungswettbewerb der Tischler wurde Lutz König aus Bayern erster Bundessieger. Felix Wilhelm aus Baden-Württemberg lieferte das zweitbeste Ergebnis ab. Platz drei ging an Marcel Bader aus Schleswig-Holstein.
Aus allen Bundesländern waren Tischler und Schreiner nach Trier gereist, um die Top-Nachwuchshandwerker zu ermitteln. Die Aufgabe – den Bau eines Schaukelpferdes – meisterte Lutz König aus Bayern am besten. Nach zwei spannenden Wettkampftagen konnte er sich beim Bundesleistungswettbewerb der Tischler als erster Bundessieger feiern lassen. Vizemeister wurde Felix Wilhelm aus Baden-Württemberg. Den dritten Platz belegte Marcel Bader aus Schleswig-Holstein.
Stefan Zock zeigte sich laut dem Bundesverband Holz und Kunststoff von der Mentalität und dem Können der Teilnehmerinnen und Teilnehmer beeindruckt.
Der Vizepräsident des Bundesverbandes und Präsident des Landesinnungsverbandes für das Tischlerhandwerk im Fachverband Leben Raum Gestaltung Hessen/Rheinland-Pfalz sprach außerdem über die hervorragende Ausbildungsleistung der Branche, die sich trotz aller Widrigkeiten im Zuge der Corona-Pandemie nicht habe unterkriegen lassen und zuletzt wieder nahezu 7.000 Fachkräfte qualifiziert hat.
Fielmann vor Fielmann und Fielmann
Anita Mende aus Thüringen hat den PLW der Augenoptiker für sich entschieden. Hinter ihr platzierten sich Stella Hoffmann aus Sachsen und Agnieszka Wowra aus Hessen auf den Plätzen zwei und drei. Alle drei junge Frauen arbeiten bei einem großen Filialisten.
Im Aus- und Weiterbildungszentrum (AWZ) in Karlsruhe des Südwestdeutschen Augenoptiker- und Optometristen-Verbandes (SWAV) wurden die besten Nachwuchsaugenoptiker aus Deutschland gekürt. Zehn Landessieger traten an drei Stationen gegeneinander an. Sie mussten verschiedene Aufgaben aus dem Berufsalltag bewältigen, die ein Beratungsgespräch, eine Reklamation und eine handwerklich-kreative Aufgabe umfassten.
Als Siegerin beim Bundesleistungswettbewerb der Augenoptiker ging Anita Mende aus Thüringen hervor. Die beiden Kundengespräche und die Werkstatt-Aufgabe lagen ihr gleichermaßen: „Es gibt wenige Berufe, die so interdisziplinär sind wie die Augenoptik, gerade das macht es so spannend“, zitiert sie der Zentralverband der Augenoptiker und Optometristen (ZVA) in einer Pressemitteilung.
Zweite Bundessiegerin beim PLW der Augenoptiker wurde Stella Hoffmann aus Sachsen. Agnieszka Wowra aus Hessen beendete den Wettkampf als dritte Bundessiegerin. Alle drei junge Frauen arbeiten für den Filialisten Fielmann.
Den Gestaltungswettbewerb „Die gute Form im Handwerk – Handwerker gestalten“ gewann Lea Friedrichsen aus Rheinland-Pfalz. Die Jury konnte sie mit ihrer gelungenen Gestaltung einer randlosen Brille überzeugen. Lea Friedrichsen unterstützt den Familienbetrieb Augenoptik Friedrichsen in Weilerbach und schätzt an der Augenoptik nicht nur den Aspekt, Menschen zu gutem Sehen zu verhelfen: „Die individuelle Verarbeitung von Fassung und Gläsern ist ein sehr feines und schönes Handwerk.“
Levin Schnell gewinnt PLW und Gestaltungswettbewerb
Handwerklich und gestalterisch ist Levin Schnell aus NRW dieses Jahr Deutschlands bester Steinbildhauer. Im PLW der Steinmetze setzte sich Roman Peters durch. „Die gute Form“ gewann Bettina Buchner (beide Bayern). Beim Bundesleistungswettbewerb PLW der Steinmetze traten 13 Landessieger im Steinmetzzentrum Königslutter (Niedersachsen) gegeneinander an. Beim Gestaltungswettbewerb „Die gute Form“ wurden insgesamt 13 Gesellenstücke vor allem anhand ihrer schöpferischen Originalität, ihrer handwerkstechnischen Ausführung und gestalterischen Qualität bewertet.
In der Fachrichtung Steinmetzarbeiten setzte sich beim Bundesleistungswettbewerb Roman Peter aus Bayern gegen seine Konkurrenten durch. Zweiter Bundessieger wurde Lennart Grieser aus Baden-Württemberg. Den dritten Platz sicherte sich Johanna Borwig aus Sachsen.
Gewinnerin des Gestaltungswettbewerbs „Die gute Form“ bei den Steinmetzen wurde Bettina Buchner aus Bayern mit ihrer Arbeit „Sitzbank aus San Sebastian“. Den zweiten Platz belegte Matthias Imhof aus Bayern mit seinem Wettbewerbsbeitrag „Würfelspiel II“. Auf den dritten Rang kam Roman Peter aus Bayern mit seiner Arbeit „Verborgen im Stein“.
In der Fachrichtung Steinbildhauer gewann Levin Schnell aus NRW den Bundesleistungswettbewerb. Hinter ihm platzierten sich Pina Hausmann aus Hessen auf dem zweiten sowie Konrad Jacobs aus Schleswig-Holstein auf dem dritten Platz.
Beim Gestaltungswettbewerb „Die gute Form“ bei den Steinbildhauern belegte Levin Schnell aus NRW erneut das höchste Treppchen auf dem Podium. Seine Siegerarbeit trägt den Titel „So Xerviso“. Den zweiten Platz belegte Johannes Grass aus Baden-Württemberg mit seinem Werk „Der Wassermann“. Platz drei ging an Maya Thyssen aus Baden-Württemberg, die die Jury mit ihrem Beitrag „Kralle auf Gesims“ überzeugen konnte.
Leon Walendowski wird Deutscher Meister der Gebäudereiniger
Beim PLW der Gebäudereiniger hat sich Leon Walendowski aus Berlin durchgesetzt. Platz zwei und drei gingen an Lukas Schäfer aus Baden-Württemberg bzw. Ulli Schneider aus Brandenburg.
„Deutschlands bester Nachwuchs-Gebäudereiniger kommt aus Berlin!“, titelt der Bundesinnungsverband des Gebäudereiniger- Handwerks (BIV). Am Bundesleistungswettbewerb PLW der Gebäudereiniger in Metzingen (Baden-Württemberg) nahmen insgesamt sieben Landessieger teil. Der Titel ging an Leon Walendowski aus der Bundeshauptstadt. Zweiter Bundessieger beim PLW wurde Lukas Schäfer, gefolgt von Ulli Schneider. Die drei Wettbewerbsbesten erhalten den mit insgesamt 4.500 Euro dotierten Carl-Gegenbauer-Preis des Bundesinnungsverbandes des Gebäudereiniger-Handwerks. Zudem kämpfen sie 2022 um den neu ausgelobten und mit jährlich 2.000 Euro dotierten „Newcomer“-Preis, den das Ehepaar Erika und Franz Reitmeier dem BIV gestiftet hat.
"Die individuelle Verarbeitung von Fassung und Gläsern ist ein sehr feines und schönes Handwerk." LEA FRIEDRICHSEN, OPTIKERIN
Austragungsort des Bundesleistungswettbewerbs 2021 der Gebäudereiniger war das Forschungs- und Prüfinstitut für Facility Management. Unter den Augen der achtköpfigen Fachjury ging es um die besten Leistungen an drei unterschiedlichen Stationen innen und außen: um chemiefreie Fassadenreinigung, die Spezialreinigung von textilen Materialien sowie die Aufbereitung von Edelstahloberflächen.
„Metzingen ist überregional für seine Marken-Outlets berühmt. Um in diesem Bild zu bleiben: Für unsere Branche sind Sie alle Premium-Marken“, gratulierte Matthias Stenzel, BIV-Vorstandsmitglied, anlässlich der Siegerehrung. Das Handwerk habe aufgrund der Pandemie an Wertschätzung und Relevanz gewonnen. „Diesen Rückenwind und dieses Selbstbewusstsein sollten wir unbedingt mitnehmen. Das ist mein Appell an Sie alle.“
Marisa Hardt gewinnt den PLW der Zahntechniker
Marisa Hardt aus Rheinland-Pfalz konnte den Bundesleistungswettbewerb der Zahntechniker 2021 für sich entscheiden. Vizemeisterin wurde Maries Merhof aus Niedersachsen. Carla Silberbauer aus Hamburg belegte Rang drei.
Der Bundesleistungswettbewerb PLW der Zahntechniker wurde im Institut des Zahntechniker-Handwerks in Niedersachsen & Bremen in Garbsen ausgetragen. Der Verband Deutscher Zahntechniker-Innungen (VDZI) ermittelte den zahntechnischen Bundessieger erstmals mittels Durchführung einer Arbeitsprobe. Marisa Hardt konnte den Wettkampf für sich entscheiden. Zweite Bundessiegerin des PLW wurde Maries Merhof. Den dritten Platz holte Carla Silberbauer.
„Gerade aus Sicht des VDZI ist es sehr erfreulich, wenn unser Berufsnachwuchs mit der Teilnahme an einem solchen Wettbewerb seine Leistungsfähigkeit unter Beweis stellt und damit zugleich die Bedeutung des Zahntechniker-Handwerks für die qualitativ hochwertige Versorgung unserer Bevölkerung mit Zahnersatz dokumentiert“, sagte VDZI-Präsident Dominik Kruchen im Rahmen der Siegerehrung.
Tim Damerius ist der beste Land- und Baumaschinen-Mechatroniker
Tim Damerius aus Hessen hat den PLW der Land- und Baumaschinen-Mechatroniker gewonnen. Den zweiten Platz belegte Tim Künsztler aus Baden-Württemberg. Dritter wurde Nicola Heucher aus Rheinland-Pfalz.
Beim Bundesleistungswettbewerb PLW der Land- und Baumaschinen-Mechatroniker traten die Sieger und Siegerinnen aus elf Bundesländern in Götz (Brandenburg) gegeneinander an. In einem „packenden Herzschlagfinale“ setzte sich der Landessieger aus Hessen, Tim Damerius, laut dem LandBauTechnik-Bundesverband gegen seine Konkurrenten durch.
Die Land- und Baumaschinen-Mechatroniker mussten insgesamt sechs Aufgaben in jeweils einer halben Stunde lösen. Die Bandbreite der „Challenges“ ging über einen defekten Bagger, ein nicht kalibriertes Fahrwerk bis hin zu einer defekten Motorsäge und einem nicht funktionierenden Düngerstreuer mit Sensortechnik.
Darüber hinaus sollte auch eine Langzeitaufgabe gelöst werden. In drei Stunden mussten die Landessieger einen komplexen Schaltkreis konstruieren, sauber nachbauen und verlöten, umreißt der LandBauTechnik-Bundesverband das Aufgabenspektrum beim PLW 2021.
Erst während der für ihn letzten Aufgabe, der Kalibrierung des Fahrwerks eines Treckers, habe der neue Bundessieger Tim Damerius die entscheidenden Punkte holen können. Mit 95 Punkten sicherte er sich den Sieg beim PLW 2021 der Land- und Baumaschinenmechatroniker. Zweiter Bundessieger wurde Tim Künsztler. Er holte 91,5 Punkte. Einen Punkt weniger (90,5 Punkte) konnte Nicola Heucher am Ende verbuchen. Er belegte den dritten Platz.
„Ihr seid die Besten der Besten – Euer Können bringt die LandBauTechnik-Branche voran. Weiter so!“, lobte Eckhard Vlach, Vorstandsmitglied der Handwerkskammer Potsdam, das Engagement der Teilnehmer.
LEISTUNGSWETTBEWERB
Der Leistungswettbewerb des Deutschen Handwerks (PLW) findet laut dem Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) jährlich in über 130 Gewerken und in bis zu vier aufeinander aufbauenden Stufen (Innungs-, Kammer-, Landes- und Bundesebene) statt. Die Bundessieger werden im Dezember vom ZDH feierlich geehrt. Schirmherr des PLW ist der jeweils amtierende Bundespräsident. Weitere Beiträge zum PLW finden Sie online in der Rubrik „Bildung“.
handwerksblatt.de
Handwerkskammer Rheinhessen 20/21 - Seite 9