artifex 03/2022: Gin
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ALP GIN ZIRBE
Alp Gin Zirbe (Foto: © Stefan Buhren)
Wenn es eine besondere Kiefer gibt, dann ist es die Zirbe, die Königin der Alpen, die erst ab 1.500 Meter wächst. Ihr duftiges Holz, ihr Öl, ihre Zapfen sind sehr begehrt – und auch Brenner wissen die Aromen zu schätzen. Das gilt auch für die Allgäuer Brennerei, die bereits mehr als 100 Jahre alt ist und vom geprüften Destillateurmeister Stephan Günther in vierter Generation geführt wird. Die Familiendestille fertigt rund 50 eigene Destillate, zu denen die Alpgin-Serie zählt, in der es neben Zirbe noch Heu und Holunder gibt.
Schon beim Öffnen entströmt neben dem Wacholder der typische Zirbenduft. Diese Aromen zieht der Gin aus Zirbenzapfen und Zirbenspäne, als weitere Botanicals gesellen sich noch unter anderem Kardamom und Schlehe hinzu. Pur kommt die Schärfe des Alkohols (immerhin 44 Volt) leicht rüber, aber dann sammeln sich vor allem die Zirbenaromen, die sich mit Wacholder und Zitrone ein Stelldichein geben, auf dem Gaumen. Die Schlehe schickt noch einen leicht bitteren, aber höchst angenehmen Gruß mit. Es wesentlich teurere Gins mit Zirbe, die das nicht hinbekommen - hier ist eine Brennerei, die Allgäuer Alpen per Zirbe auf die Zunge zaubert. Ein lohnenswerter Gin
Alkoholgehalt: 44,0 %
Farbe: klar
Botanicals: Kardamom, Schlehe, Zirbenzapfen, Zirbenspäne, Zitronenschalen (u.a.)
Flasche: 0,5 l, Preis 26,99 Euro
artifex 03/2022: Gin - Seite 50